Seit der letzten Eiszeit vor etwa 15.000 Jahren bis zur ersten Erschliessung
durch den Menschen 1877 sind alle Trümmelbachfälle mit Ausnahme des
untersten unsichtbar und unzugänglich im Bergesinneren verborgen gewesen.
So beschreibt denn auch der Name "Trümmelbach" nicht einen optischen
Eindruck, wie bei Wasserfällen üblich, sondern einen akustischen: Trümmelbach
= Trommelbach.
Die Wassermenge schwankt gewaltig: Vom Dezember bis zum März fliesst nur
ein Rinnsal unter starren Eispanzern. Nach Frostnächten im April und Oktober
ergiessen sich wenige Duzend Liter pro Stunde - während der Schneeschmelze
aber vom April bis zum Juni, dann in der Zeit der Gletscher-Schmelze von Juni
bis September sowie nach Land- und Gewitterregen können bis zu 20.000 Liter
pro Sekunde durch die Felsen donnern: Der Trümmelbach wird zum Fluss.
Was im Sommer fliesst und tobt, ist im Winter zu Eis erstarrt und stumm, immer
aber bleibt der sprechende Stein.